Autoren der Klassik

Wilhelm Hauff (März 2016)

AutorWilhelm Hauff (* 29. November 1802 in Stuttgart, Herzogtum Württemberg; † 18. November 1827 in Stuttgart, Königreich Württemberg) war ein deutscher Schriftsteller der Romantik. Er gehörte zum Kreise der Schwäbischen Dichterschule. Wilhelm Hauffs Vater August Friederich Hauff war Regierungs-Sekretarius in Stuttgart. Wilhem Hauff hatte den älteren Bruder Hermann (* 1800) und die beiden jüngeren Schwestern Marie (* 1806) und Sophie (* 1807). Nach dem Tod des Vaters 1809 zog die Mutter mit den Kindern zu ihrem Vater Karl Friedrich Elsäßer nach Tübingen in die Haaggasse. Hauff besuchte von 1809 bis 1816 die Schola Anatolica, die damalige Tübinger Lateinschule, und nach bestandenem Landexamen ab 1817 die Klosterschule in Blaubeuren. Er studierte von 1820 bis 1824 als Stipendiat des Evangelischen Stifts Tübingen an der Universität Tübingen Theologie und wurde zum Dr. phil. promoviert. Er war Mitglied der Burschenschaft Germania Tübingen. Aus dieser Zeit stammen einige im Kommersbuch abgedruckte Texte von Studentenliedern. Hauff arbeitete von 1824 bis 1826 in Stuttgart bei Ernst Eugen Freiherr von Hügel als Hauslehrer und reiste danach durch Frankreich und Norddeutschland. 1825 trat er mit der Satire Der Mann im Mond hervor, in der er Stil und Manier des Trivialautors Heinrich Clauren und dessen Erzählung Mimili virtuos nachahmt und der Lächerlichkeit preisgibt. Zwei Jahre später legte er mit der Controvers-Predigt über H. Clauren und den Mann im Mond den literarischen Bluff offen.Im Januar 1827 wurde er Redakteur des Cottaschen Morgenblattes für gebildete Stände. Im Februar heiratete er seine Cousine Luise Hauff (* 6. Januar 1806; † 30. Juli 1867). Im August unternahm er eine Studienreise durch Tirol, bei der er Material für ein geplantes Werk über Andreas Hofer sammeln wollte. Während der Reise infizierte er sich mit Typhus und kehrte krank zurück.Am 10. November 1827 wurde die Tochter Wilhelmine geboren († 2. Januar 1845). Hauff starb nur eine Woche später. Das Grab der Familie befindet sich auf dem Hoppenlaufriedhof in Stuttgart.
Werke u.a.:
Lichtenstein, Das große Märchen-Almanach, Der Mann im Mond, Novellen und Erzählungen ( (Memoiren des Satan, Othello) und Erzählungen wie Mein Besuch in Frankfurt, Vertrauliches Schreiben an Herrn W. A. Spöttlich, Die Bettlerin vom Pont des Arts, Jud Süß, Die Sängerin, Die letzten Ritter von Marienburg und anderes mehr.)

von Horváth (April 2016)

AutorenÖdön von Horváth wurde am 9. Dezember 1901 in Fiume (Rijeka) als Edmund Josef von Horváth geboren; er starb am 1. Juni 1938 in Paris.
Der Vater stammt aus Slavonien, die Mutter kommt aus einer ungarisch-deutschen k.u.k. Militärarztfamilie. 1902 zieht die Familie nach Belgrad um, 1908 nach Budapest, wo Ödön von einem Hauslehrer in ungarischer Sprache unterrichtet wird. Als sein Vater 1909 nach München versetzt wird, bleibt Ödön in Budapest und besucht dort das erzbischöfliche Internat. 1913 zieht er zu seinen Eltern und lernt erstmals die deutsche Sprache. Er siedelt dann mit der Familie nach Pressburg, später nach Budapest um und kommt schließlich nach Wien in die Obhut seines Onkels. Dort macht er 1919 an einem Privatgymnasium Abitur und schreibt sich noch im selben Jahr an der Universität München ein, wo er bis zum Wintersemester 1921/22 psychologische, literatur-, theater- und kunstwissenschaftliche Seminare besucht. Horváth beginnt 1920 zu schreiben. Ab 1923 lebt er vor allem in Berlin, Salzburg und bei seinen Eltern im oberbayrischen Murnau. Im März 1938 fährt Horvath nach Budapest und Fiume, bereist einige andere Städte und kommt Ende Mai nach Paris.
Bei BROKATBOOK sind fünf Romane als ebook erschienen: Jugend ohne Gott, Der ewige Spießer, Die stille Revolution, Ein Kind unserer Zeit und Sechsunddreißig Stunden.

Honoré de Balzac (Mail 2016)

AutorenHonoré de Balzac (* 20. Mai 1799 in Tours; † 18. August 1850 in Paris) war ein französischer Schriftsteller. In den Literaturgeschichten wird er, obwohl er eigentlich zur Generation der Romantiker zählt, mit dem 17 Jahre älteren Stendhal und dem 22 Jahre jüngeren Flaubert als Dreigestirn der großen Realisten gesehen. Sein Hauptwerk ist der rund 88 Titel umfassende, aber unvollendete Romanzyklus La Comédie humaine (dt.: Die menschliche Komödie), dessen Romane und Erzählungen ein Gesamtbild der Gesellschaft im Frankreich seiner Zeit zu zeichnen versuchen.
Die Comédie Humaine (Die menschliche Komödie) sollte Balzacs Lebenswerk werden, das er jedoch nicht mehr vollenden konnte. „Nur“ 91 der geplanten 137 Romane und Erzählungen wurden fertiggestellt.
Balzac verband die einzelnen Texte zu einem Zyklus, indem er viele Figuren mehrfach auftreten ließ. Mit dieser literarischen Innovation wollte er ein System schaffen, das seiner Intention entsprach, ein umfassendes (Sitten-)Gemälde seiner Zeit zu entwerfen: „Die Unermesslichkeit eines Planes, der zugleich die Geschichte und die Kritik der Gesellschaft, die Analyse ihrer Übel und die Erörterung ihrer Prinzipien umfasst, berechtigt mich, so scheint es mir, meinem Werk den Titel zu geben, unter dem es heute erscheint: ›Die menschliche Komödie‹.“ (Balzac, Vorrede zur menschlichen Komödie)
Mit seiner relativ ungeschminkten Darstellung der gesellschaftlichen Realität prägte Balzac Generationen nicht nur französischer Autoren und bereitete den Naturalismus vor.
Sein Prinzip der Verbindung einer ganzen Serie von Romanen durch ein System wiederkehrender Figuren wurde von Émile Zola in dessen Zyklus der Rougon-Macquart aufgegriffen.

Brüder Grimm (Juni 2016)

AutorenJakob Ludwig Karl Grimm wurde am 4.1.1785 in Hanau geboren, sein Bruder Wilhelm Karl Grimm am 24.2.1786 am gleichen Ort. Der Vater war Jurist. Die Kinder lebten die ersten Jahre ihrer Jugend in Steinau und sie besuchten das Lyzeum im Kassel. Seit 1829 bzw. 1839 waren sie Professoren in Kassel. Aufgrund ihrer Teilnahme am Protest der „Göttinger Sieben“ wurden sie des Landes verwiesen. Seit etwa 1840 lebten beide in Berlin. Jakob Grimm starb am 20.9.1863 in Berlin, sein Bruder am 16.12.1859 am gleichen Ort. Die Brüder Grimm selbst sahen ihre Sammlung immer wieder auch als ein Erziehungsbuch. Dies zielte jedoch nicht auf die Vermittlung von Normen, sondern eher auf ein gewisses Weltverständnis, das zu pädagogischen Vorstellungen von Aufklärung und Romantik passte. So verlieren auch schauerliche Inhalte im behaglichen Tonfall ihren Schrecken. Jacob Grimm präsentierte das Sammelprojekt sogar auf dem Wiener Kongress. Obwohl Grimms Märchen zu den bekanntesten Werken der deutschen Literatur gehören, sind die Originaltexte der Märchen den meisten Lesern unbekannt, so dass viele äußere Details, die Allgemeinwissen sind, tatsächlich nicht in der Grimm’schen Märchensammlung belegt sind. Einige verbreitete Irrtümer: Grimms Märchen beginnen keinesfalls immer mit „Es war einmal“. Die bekannte Eröffnungsformel wird bei etwa 40 Prozent der Geschichten verwendet. Möglich sind auch entsprechende mundartliche Varianten. Viele allgemein bekannte Verse haben im Originaltext eine andere Fassung als gemeinhin angenommen.

E.T.A. Hoffmann (Juli 2016)

AutorenErnst Theodor Amadeus Hoffmann wurde am 24. Januar 1776 in Königsberg geboren; Vorname eigentlich Ernst Theodor Wilhelm, 1805 umbenannt in Anlehnung an den von ihm bewunderten Wolfgang Amadeus Mozart) war ein deutscher Schriftsteller der Romantik. Außerdem wirkte er als Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist. Der Geist der vorromantischen „Sturm und Drang“-Zeit mit dem Aufkeimen einer ungezähmten Literaturbegeisterung in Deutschland wirkte auf die gesamte Romantik und damit auch auf den jungen Hoffmann. Der Unterhaltungsroman wurde gesellschaftsfähig. Das „Erleben“ durch die Literatur beflügelte die Fantasie: Zu den „Viellesern“ dieser Zeit gesellten sich die „Vielschreiber“. Das Motiv, zumeist einer bösen Kraft ausgeliefert zu sein, hat Hoffmann in vielen seiner Texte immer wieder zum Hauptthema gemacht. Er starb am 25. Juni 1822 in Berlin aufgrund einer Atemlähmung. Sein Nachlass wurde noch in seinem Todesjahr versteigert. Vieles ist heute nicht mehr auffindbar. Über 60 Werke sind noch vorhanden und wurden durch Brokatbook zusammengestellt. Der Verlag kann behaupten, seine größten Werke im Gesamtkomplex zu besitzen und vorzustellen. Mit der fantastische Oper „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach wurde E.T.A. Hoffmann ein musikalisches Denkmal gesetzt.

Henri Beyle (Stendhal) (August 2016)

AutorenGeboren am 23.01.1783 in Grenoble, gestorben am 23.03.1842 in Paris. Bereits 1799 verlässt er seine als provinziell empfundene Heimat und geht nach Paris, eigentlich, um an der École Polytechnique zu studieren. Er nimmt jedoch kein Studium auf, sondern schließt sich 1800 der Napoleonischen Armee an, nimmt als Offizier am siegreichen Italienfeldzug teil und bringt es 1808 bis zum hohen Beamten im Département Oker im von Frankreich besetzten Westfalen. Nach dem Armeedienst in Napoleons Russlandfeldzug 1812 wird er Chef der Verwaltung der kaiserlichen Besitztümer (vor allem der Schlösser samt ihren Kunstschätzen). Nach Napoleons Abdankung 1814 verliert Stendhal jedoch seine Ämter und verlässt Frankreich. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Mailand, von wo er, als Verschwörer verdächtigt, fliehen muss, kehrt er nach Paris zurück und erhält schließlich 1830 einen unbedeutenden Posten als Konsul in einer kleinen Hafenstadt.
Seine literarische Karriere beginnt er mit Biografien, Reiseberichten und kunsthistorischen Werken. 1827 erscheint sein erster Roman ‚Armance‘, 1830 sein berühmtestes Werk ‚Le Rouge et Le Noir‘. Zu seinen Lebzeiten fand Stendhal wenig Anerkennung. Victor Hugo äußerte, dass „von Herrn Stendhal“ nichts bleiben werde, „nicht einen einzigen Augenblick hat er sich auch nur vorstellen können, was Schreiben eigentlich heißt.“ Goethe hingegen erkannte in „Rot und Schwarz“ einen der bedeutendsten Romane der Zeit. In Verehrung von Johann Joachim Winckelmann wählte Beyle sein Pseudonym nach dessen Geburtsort Stendal im heutigen Sachsen-Anhalt.

Wilibald Alexis (September 2016)

AutorenWillibald Alexis (eigentlich Georg Wilhelm Heinrich Häring; geboren 29. Juni 1798 in Breslau; gestorben am 16. Dezember 1871 in Arnstadt) war ein deutscher Schriftsteller, der als Begründer des realistischen historischen Romans in der deutschen Literatur gilt.
Alexis entstammte einer hugenottischen Familie namens Harenc aus der Bretagne. Den Künstlernamen Willibald Alexis nahm er später an, um Witze über seinen Namen Häring zu vermeiden (alex ist die lateinische Übersetzung von Hering). Der Junge besuchte zuerst die Messowsche Privatschule und dann das Friedrichwerdersche Gymnasium. Kämpfe der Kosaken gegen die in Berlin liegenden Franzosen Anfang März 1813 begeisterten den Gymnasiasten. 1815 nahm Alexis als Freiwilliger an den Befreiungskriegen teil; als Mitglied des Regiments Kolberg belagerte er einige Ardennen-Festungen.
Seit 1817 studierte Alexis in Berlin und Breslau bei Friedrich Carl von Savigny und Friedrich von Raumer Rechtswissenschaft und Geschichte und wurde 1820 Referendar am Kriminalsenat des Kammergerichts, dort lernte er E. T. A. Hoffmanns Freund Julius Eduard Hitzig kennen, der ihn wiederum mit Friedrich de la Motte Fouqué bekannt machte. Nach dem Erfolg seines ersten Romans (1824) beendete Alexis die Beamtenlaufbahn.
Willibald Alexis gilt als Begründer des historischen Realismus in der deutschen Literatur, der durch Theodor Fontane zum Höhepunkt geführt wurde.
In den Vaterländischen Romanen behandelte Alexis nach und nach die wichtigsten Abschnitte der brandenburgisch-preußischen Geschichte vom 14. Jahrhundert bis zur Hälfte des 19. Jahrhunderts in großer Ausführlichkeit, akribischer Genauigkeit in der Detailschilderung, ständeüberschreitend und eindeutig patriotisch.

Eugenie Marlitt (Oktober 2016)

AutorenEugenie Marlitt, bürgerlich Friederieke Henriette Christiane Eugenie John, wurde am 5. Dezember 1825 in Arnstadt in Thüringen geboren und starb am 22. Juni 1887 bei Arnstadt.
Die Fürstin Mathilde von Schwarzburg-Sondershausen ließ sie in Wien zur Sängerin ausbilden. Nach ersten Bühnenerfolgen in Sondershausen, Linz, Graz und Lemberg musste Eugenie John allerdings wegen eines Gehörleidens 1853 den Beruf einer fürstlichen Kammersängerin aufgeben. Sie wurde stattdessen Vorleserin und Gesellschaftsdame bei der Fürstin und begleitete sie auf ihren vielen Reisen. Finanzielle Probleme der Fürstin zwangen diese später, ihre Hofhaltung einzuschränken und John 1863 zu entlassen. Seither lebte sie bei der Familie ihres Bruders Alfred, der Realschullehrer in Arnstadt war.
E. Marlitt war nie verheiratet. Von den Einnahmen aus ihren Romanen ließ sie die Villa Marlitt in Arnstadt erbauen, in die sie mit ihrem Vater 1871 übersiedelte. Die letzten Jahre verbrachte sie, an Arthritis leidend, im Rollstuhl. Sie verstarb 1887 in Arnstadt und wurde auf dem dortigen Alten Friedhof in der Unterstadt in einem Wandgrab beigesetzt.
Ihre Romane zeigen, dass sie das Leben bei Hof gut kannte und ihre Heimat Thüringen liebte. Das Leben bei Hofe stand in einer Zeit des erstarkenden Bürgertums auch für soziale und geistige Unabhängigkeit der Frauen, weshalb sie besonders bei diesem Teil der Leserschaft äußerst beliebt war. Marlitt wollte mit ihren Frauengestalten ein Vorbild für ihre Leserinnen geben. So sind wohl ihre Heldinnen die Verkörperung ihres Frauenideals. Im Mittelpunkt der Romane steht weniger die Liebesgeschichte, als das ganze Leben der Heldinnen, ihre Ansichten, Handlungsweisen, Erlebnisse und Abenteuer.
Sie wird als erste Bestsellerautorin der Welt angesehen.

Theodor Fontane (November 2016)

AutorenTh. Fontane wurde am 30.12.1819 in Neuruppin geboren. Er stammte aus einer in Preußen heimisch gewordenen Hugenottenfamilie. Der Vater war Apotheker. Fontane besuchte das Gymnasium Neuruppin (1832) und die Gewerbeschule Berlin (1833). 1836-1840 Apothekerlehre in Berlin. Fontane gab 1849 seinen Apothekerberuf auf; er arbeitete dann mit Unterbrechung bis 1859 als freier Mitarbeiter im Büro eines Ministeriums. Er lebte von 1855-1859 in England als Berichterstatter. Von 1860 bis 1870 arbeitete er als Redakteur der Berliner „Kreuz-Zeitung“. 1870-1889 Theaterkritiker bei der „Vossischen Zeitung“. 1876 Sekretär der Akademie der Künste Berlin und freier Schriftsteller. 1894 Dr. phil. h.c. Fontane starb am 20.9.1898 in Berlin.

Alexandre Dumas (Dezember 2016)

AutorenAlexandre Dumas, geboren am 24. Juli 1802 in Villers-Cotterêts, gestorben am 5. Dezember 1870 in Puys bei Dieppe, war ein französischer Schriftsteller. Dumas war Enkel des Marquis Alexandre Davy de la Pailleterie, der sich um 1760 längere Zeit bei einem jüngeren Bruder, Plantagenbesitzer auf Saint-Domingue (heute Haiti), aufgehalten hatte. Dort zeugte er mit der schwarzen Sklavin Marie-Césette Dumas vier Kinder. Gegen 1775 wurden Mutter und Kinder als Sklaven verpfändet. Davy de la Pailleterie kehrte nach Frankreich zurück. Wenig später löste er das jüngste Kind, Thomas Alexandre (* 1762) aus, holte den Jungen nach Frankreich und nahm ihn als legitimen Sohn an.
1786 überwarf sich Thomas Alexandre mit seinem Vater, kurz vor dessen Tod. Er trat unter dem Namen Thomas Alexandre Dumas als einfacher Dragoner in die Armee ein. Während eines längeren Aufenthaltes seines Regiments in Villers-Cotterêts lernte er die Gastwirtstochter Marie Labouret kennen, die er 1792 heiratete. In den zahllosen Kriegen der nachfolgenden Jahre stieg er zum General auf. Während des Ägyptenfeldzugs fiel er bei Napoleon in Ungnade und geriet bei dem Versuch, vorzeitig nach Frankreich zurückzukehren, im feindlichen Königreich Neapel in Gefangenschaft. Nach seiner Freilassung wurde er bald Vater eines Jungen, Alexandre Dumas.
Bei Brokatbook erhältlich sind 115 Bücher. Unter anderen:
Ein Maskenball, Cherubino und CelestiniI, Chronik von König Pipin, Der arme Teufel,
Der Geflügelschütze, Das Horoscop, Die drei Musketiere, Der Pfarrer Chambard, Der Arzt auf Java, Diana de Lys, Der Pastor von Ashbourn, Die Holländerin, Die Genossen Jehu, Pascal Bruno, Don Martin von Fraytas, Pauline, Jakob I. und Jakob II., Capitän Richard, Otto der Schütz, Jacquot Ohnohr, Drei starke Geister, Die Flucht nach Varennes, Der Schiffs-Capitain, Katharine Blum, Ingénue, Erinnerungen eines Policeman, Der Vesuv und seine Opfer, Frauenrache, Antonys Erinnerungen, Die Cenci, Borgia, Johanna de Arc, So sey es, Der Wolfsführer, Der Graf von Monte Christo und viele andere mehr. Übrigens: BROKATBOOK ist der größte Verleger der Werke von Dumas im deutschsprachigen Raum.

Charles Dickens (Januar 2017)

AutorenGeboren am 7.2.1812 in Landport bei Portsmouth. Als sein Vater 1823 ins Schuldgefängnis in London kam, musste Dickens bereits in der Jugend als Hilfsarbeiter arbeiten. Nach unregelmäßigem Schulbesuch wurde er 1826 Anwaltsgehilfe und arbeitete als Parlamentsstenograph.
Als Reporter beim „Morning Chronicle“ begann er seine Skizzen, die in Buchform als „Pickwick Papers“ veröffentlicht wurden und ihn berühmt machten. Von 1836 bis 1841 arbeitete er parallel an verschiedenen Romanen. Es folgten Amerikareisen (1841/42) und 1868.
Dickens starb am 9.6.1870 im Alter von 58 Jahren an einem Schlaganfall.

Wilhelm Busch (Februar 2017)

AutorenHeinrich Christian Wilhelm Busch (* 15. April 1832 in Wiedensahl; † 9. Januar 1908 in Mechtshausen) war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Seine erste Bildergeschichte als Tafeln erschien 1859 und als ein Buch Bilderpossen 1864. Schon in den 1870er Jahren zählte er zu den bekannten Persönlichkeiten Deutschlands. Zu seinem Todeszeitpunkt galt er als ein „Klassiker des deutschen Humors“, der mit seinen satirischen Bildergeschichten eine große Volkstümlichkeit erreichte. Er gilt heute als einer der Pioniere des Comics. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Bildergeschichten Max und Moritz, Die fromme Helene, Plisch und Plum, Hans Huckebein, der Unglücksrabe und die Knopp-Trilogie. Viele seiner Zweizeiler wie „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“ oder „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich“ sind zu festen Redewendungen geworden. Seine Satiren verspotten häufig Eigenschaften einzelner Typen oder Gesellschaftsgruppen. So greift er in seinen Bildergeschichten die Selbstzufriedenheit und zweifelhafte Moralauffassung des Spießbürgers und die Frömmelei bürgerlicher und geistlicher Personen an. Busch war ein ernster und verschlossener Mensch, der viele Jahre seines Lebens zurückgezogen in der Provinz lebte. Seinen Bildergeschichten, die er als „Schosen“ (französisch chose = Sache, Ding, quelque chose = etwas, irgendwas) bezeichnete, maß er wenig Wert bei. Sie waren am Beginn für ihn nur ein Broterwerb, mit dem er nach einem nicht beendeten Kunststudium und jahrelanger finanzieller Abhängigkeit von den Eltern seine drückende wirtschaftliche Situation aufbessern konnte. Sein Versuch, sich als ernsthafter Maler zu etablieren, scheiterte an seinen eigenen Maßstäben. Die meisten seiner Bilder hat Wilhelm Busch vernichtet, die erhaltenen wirken häufig wie Improvisationen oder flüchtige Farbnotizen und lassen sich nur schwer einer malerischen Richtung zuordnen. Seine von Heinrich Heine beeinflusste lyrische Dichtung und seine Prosatexte stießen beim Publikum, das mit dem Namen Wilhelm Busch Bildergeschichten verband, auf Unverständnis. Die Enttäuschung seiner künstlerischen Hoffnungen und das Ablegen überhöhter Erwartungen an das eigene Leben sind Motive, die sich sowohl in seinen Bildergeschichten als auch in seinem literarischen Werk wiederfinden.

Hans Fallada (März 2017)

AutorenHans Fallada (eigentlich Rudolf Ditzen; * 21. Juli 1893 in Greifswald; † 5. Februar 1947 in Berlin; vollständiger Name: Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen). Bereits mit dem ersten – 1920 veröffentlichten – Roman Der junge Goedeschal verwendete Ditzen das Pseudonym Hans Fallada. Es entstand in Anlehnung an zwei Märchen der Brüder Grimm. Der Vorname bezieht sich auf den Protagonisten von Hans im Glück und der Nachname auf das sprechende Pferd „Falada“ aus Die Gänsemagd: Auch der abgeschlagene Kopf des Pferdes verkündet so lange die Wahrheit, bis die betrogene Prinzessin zu ihrem Recht kommt. Fallada wandte sich spätestens 1931 mit Bauern, Bonzen und Bomben gesellschaftskritischen Themen zu. Fortan prägte ein objektiv-nüchterner Stil, anschauliche Milieustudien und eine überzeugende Charakterzeichnung seine Werke. Der Welterfolg Kleiner Mann – was nun?, der vom sozialen Abstieg eines Angestellten am Ende der Weimarer Republik handelt, sowie die späteren Werke Wolf unter Wölfen, Jeder stirbt für sich allein und der postum erschienene Roman Der Trinker werden der so genannten „Neuen Sachlichkeit“ zugerechnet. Von den Nazis verfolgt, erlebten seine Bücher dann erst wieder in der DDR und später auch in der Bundesrepublik Welterfolge, viele wurden verfilmt. Am 5. Februar 1947 starb er im Alter von 53 Jahren an den Folgen seines Morphinkonsums.

Herbert Georg Wells (April 2017)

AutorenHerbert George Wells ( * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind.
Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine wirklichkeitsgetreue Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht.
Werke u.a.:
Die Zeitmaschine, Die Riesen kommen!, Der gestohlene Bazillus. Siebzehn spannende Science-Fiction-Geschichten, Die Insel des Dr. Moreau.

Gerhart Hauptmann (Mai 2017)

AutorenDer Schriftsteller Gerhart Hauptmann wurde 1862 im schlesischen Ober Salzbrunn geboren. Nach wechselvollen Lehr- und Wanderjahren, in denen er sich erfolglos als Maler und Bildhauer versucht und ein Literatur- und Philosophiestudium abgebrochen hatte, zog er 1889 mit seiner Frau und seinen Söhnen nach Berlin-Charlottenburg, wo er sich endlich seiner eigentlichen Bestimmung, dem Theater, widmen konnte. 1887 war bereits seine »novellistische Studie« mit dem Titel »Bahnwärter Thiel« erschienen.
Es folgten weitere Werke, in denen sich Gerhart Hauptmann mit dem Schicksal einfacher Bauern und Arbeiter auseinandersetzte, die an gesellschaftlichen Zwängen zugrunde gehen. Zu seinen bekanntesten sozialkritischen Dramen gehören »Vor Sonnenaufgang« (1889) und »Die Weber« (1892). Um 1900 erreichte sein Ruhm als Theaterautor einen ersten Gipfel, und 1912 wurde Hauptmann der Literatur-Nobelpreis verliehen. Auch der spätere Versuch einer Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten änderte nichts daran, dass Hauptmann im Ausland als bedeutendster Vertreter deutscher Literatur seiner Zeit galt.

Selma Lagerlöf (Monat Juni 2017)

AutorenSelma Ottilia Lovisa Lagerlöf wurde am 20. November 1858 auf Gut Mårbacka in Värmland, Schweden geboren und starb am 16. März 1940 ebendort. Sie war eine der bekanntesten Schriftstellerinnen des Landes und gehört zu den schwedischen Autoren, deren Werke zur Weltliteratur zählen. Im Jahr 1907 wurde Selma Lagerlöf die Ehrendoktorwürde der Philosophie von der Universität Uppsala verliehen. 1909 erhielt sie als erste Frau den Nobelpreis für Literatur „auf Grund des edlen Idealismus, des Phantasiereichtums und der seelenvollen Darstellung, die ihre Dichtung prägen“, wie es in der Begründung hieß. 1914 wurde Selma Lagerlöf zum ersten weiblichen Mitglied der Schwedischen Akademie gewählt. 1928 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der Universität Greifswald.
Im Jahr 1933 beteiligte sich Selma Lagerlöf an einem Komitee zur Rettung jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland. 1940 half sie der deutsch-jüdischen Schriftstellerin Nelly Sachs, nach Schweden zu fliehen, und rettete so deren Leben. Um Finnland während des Winterkrieges 1939 finanziell zu unterstützen, spendete Selma Lagerlöf ihre goldene Nobelpreis-Medaille. Inmitten ihrer Anstrengungen, der kriegsgebeutelten Bevölkerung Finnlands zu helfen, starb Selma Lagerlöf am 16. März 1940 in ihrem Haus an einem Schlaganfall.
Sie verfasste religiöse, fantasievolle und heimatverbundene Werke sowie Kinderbücher. Ein sehr bekanntes Werk Lagerlöfs ist Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen, das 1906/07 erschien.

Gertrude Aretz, geborene Gertrude Kuntze-Dolton, war eine deutsche Schriftstellerin.

Gertrude Aretz beschäftigte sich insbesondere mit den Lebensläufen berühmter historischer Persönlichkeiten. 1912 erschien ihr Werk „Die Frauen um Napoleon“ unter dem Namen Gertrude Kircheisen. Posthum erschien „Berühmte Frauen der Weltgeschichte“ (1940), außerdem verfasste sie populärwissenschaftliche Schriften: „Lieselotte von der Pfalz“, „Elisabeth von England“ usw. 1912 waren bereits Memoiren der Madame von Stael-Holstein erschienen. 1927 gab sie die Memoiren der Auguste Charlotte von Kielmannsegge heraus.

Gertrude Aretz war in erster Ehe mit Friedrich Max Kircheisen und in zweiter Ehe mit dem Verleger Paul Aretz verheiratet.
Gertrude Aretz wurde am 18. Oktober 1889 in Dresden geboren und starb im Januar 1938 in Wien. Sie war eine deutsche Historikerin und beschäftigte sich insbesondere mit den Biographien berühmter Persönlichkeiten.

Arthur Schnitzler

Autor des MonatsGeboren am 15. Mai 1862 in Wien; gestorben am 21. Oktober 1931 in Wien.
Sein Vater Johann Schnitzler, aus einer einfachen jüdischen Familie stammend, kam über Budapest nach Wien, heiratete in eine prominente Familie ein und wurde ein angesehener Arzt als Leiter der Allgemeinen Poliklinik. Sein Sohn Arthur besuchte von 1871 bis 1879 das Akademische Gymnasium und studierte ebenfalls Medizin (Promotion 1885). Er arbeitete an der Zeitschrift ‚Internationale Klinische Rundschau‘ mit und interessierte sich schon früh für Psychologie. Als Sekundararzt bei dem Psychiater Theodor Meynert setzte er Hypnose und Suggestion experimentell ein. Anschließend war er bis 1888 Assistent und Sekundararzt im Wiener Allgemeinen Krankenhaus und später Assistent seines Vaters an der Poliklinik, danach eröffnete er eine Privatpraxis, die er mit zunehmender literarischer Tätigkeit immer mehr einschränken mußte, aber nie ganz aufgab.
Schnitzler wird häufig als literarisches Pendant Sigmund Freuds bezeichnet. In seinen Dramen und Novellen, die oft die revolutionäre Erzähltechnik des ‚Inneren Monologs‘ verwenden, bringt Schnitzler das Unterbewusstsein seiner Figuren unmittelbar und drastisch zum Vorschein. Aufgrund seiner kompromisslosen Darstellung war Schnitzler immer wieder heftigen Angriffen ausgesetzt; sein Einakterzyklus »Der Reigen« (1900 als Privatdruck) provozierte den Vorwurf der Pornographie und weil er das militärische Ritual des Duells im »Leutnant Gustl« (1899) lächerlich gemacht und damit den militärischen Ehrenkodex verletzt hatte, wurde dem Dichter sein Reserveoffiziersrang als „k.u.k. Oberarzt in Evidenz“ aberkannt. Nach der Trennung von seiner Frau Olga 1921 erzog Schnitzler Sohn Heinrich und Tochter Lili alleine. Lilis Selbstmord im Jahr 1928 erschütterte ihn tief. Er starb drei Jahre später an den Folgen eines Gehirnschlags.

Claude Anet (eigentlich Jean Schopfer)

 Wurde am 28.05.1868 in Morges in der Schweiz geboren und starb am 09.01.1931 in Paris.Anet studierte Philosophie an der Sorbonne. Er arbeitete ab 1888 als Vertreter einer amerikanischen Firma in Paris. Er reiste zu Rad und mit dem Auto durch Italien, Persien und Russland und schrieb darüber Reiseberichte. Die russische Revolution erlebte er als Augenzeuge mit.

Autor des Monats Oktober 2017

George Webb Appleton
George Webb Appleton wurde 1845 in New Jersey, USA geboren und starb 1909 in Highgate, England. Er war Journalist, unter anderem Korrespondent der New York Times in Paris und Rom, und Mitglied der Royal Geographical Society. Nach seiner Übersiedlung nach England schrieb er für englische und amerikanische Zeitschriften; er verfasste zahlreiche Romane, Theaterstücke und das Werk »Hundert Jahre französische Geschichte«.

Bei uns sind drei Kriminalromane enthalten:

Ein unheimlicher Passagier

Die Frau im Spiegel

Das Halsband des Kaisers